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Wie gerene haben wir Männer uns beim Thema Osteoporose zurück gelehnt und mitleidig zu unseren Frauen geschaut. Jetzt aber der Schock: Osteoporose betrifft nicht ausschließlich die weibliche Bevölkerung, auch wenn das lange Zeit angenommen wurde. Das Thema geht uns alle an.

Experten sind sich heute einig, dass diese Erkrankung alle Menschen treffen kann – Mann wie Frau – und das unabhängig vom Alter. Rund 8 Millionen Menschen sind in Deutschland aktuell von dieser Krankheit betroffen, Tendenz steigend.

Dazu muss man wissen: Die Knochen eines Menschen befinden sich in einem ständigen Erneuerungs- und Reparaturprozess. Die maximale Knochendichte, und damit maximale Stabilität der Knochen, wird schon im Alter zwischen 25 und 30 Jahren erreicht. Dann nimmt die Dichte und damit die Stabilität ab, manchmal sogar erschreckend schnell. Neben genetischen Dispositionen, spielen hormonelle Einflüsse, die Art der Ernährung und der Faktor Bewegung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Osteoporose.

In jungen Jahren kann man sich nur schwer vorstellen, einmal an Osteoporose zu erkranken. Da diese Krankheit aber meist über viele Jahre unerkannt bleibt, sollten sich Menschen früh über präventive Maßnahmen Gedanken machen.

Regelmäßige sportliche Aktivitäten sollten in jedem Fall gerade im Zeitraum bis zum 30. Lebensjahr konsequent verfolgt werden, um den Knochenmasseaufbau positiv zu unterstützen. (Das heißt so manches Kind und so mancher Jugendliche sollten ab und zu vom Computer und von der Spielkonsole vertrieben werden und raus auf den Bolzplatz.) Aber auch in den weiteren Lebensphasen bleibt Sport wichtig, um den altersbedingten Knochenabbau abzuschwächen. Also wieder kein Zurücklehnen!

Ich, Marco Congia, Sportphysiotherapeut in Bad Driburg, rate deshalb meinen Patienten zu einem dauerhaften gesundheitsorientierten Fitnesstraining. Als Prävention von Osteoporose konzipiere ich für meine Patienten ein Belastungsprogramm, das zu der jeweiligen Person passt.

In meiner Praxis habe ich einen mallia-Zirkel für Kräftigungsübungen, aber auch Laufen oder Aerobic halte ich für besonders empfehlenswert. Radfahren und Schwimmen haben hingegen einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System, dienen aber nicht vorrangig zur Osteoporose-Prävention. Durch diese Sportarten wird lediglich eine reduzierte Schwerkrafteinwirkung erreicht wird.

Um Osteoporose vorzubeugen, sollten alle Teilsysteme des Skelettes intensiv gefordert werden. Osteoporose kann durch die Erhöhung körperlicher Aktivität abgeschwächt werden. Sportliche Grüße, Ihr Marco Congia