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Rund 9 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen ernähren sich fleischlos – Tendenz steigend. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Eine vegetarische Ernährung kann als gesundheitsförderlich eingestuft werden und sie ist auch ein Statement gegen Massentierhaltung bzw. gegen das Töten von Lebewesen.

Deshalb habe ich mich mit der Frage nach einer vegetarischen Ernährungsweise im Leistungssport beschäftigt, die – ganz nebenbei – kontrovers diskutiert wird.

Ein wichtiger Faktor, um eine optimale sportliche Leistung zu erzielen, ist das Training, doch gute Training und Wettkampfergebnisse haben natürlich auch viel mit der richtigen Ernährung (Energieaufnahme) zu tun.

Mit der passenden Ernährung lassen sich wichtige Leistungsreserven erschließen. Sportler sollten auf die quantitative und qualitative Zusammensetzung der Nahrung achten. Leistungssportler, welche sich ausschließlich fleischlos ernähren, weisen häufiger einen Eisenmangel auf als diejenigen Sportler, die gelegentlich Fleisch verzehren.

Das ist darin begründet, dass das Eisen aus tierischen Quellen besser vom Organismus aufgenommen werden kann. Jedoch beruht der Eisenmangel auch oftmals auf eine Unwissenheit, denn die Pflanzenwelt stellt eine Reihe an Nahrungsmitteln zur Verfügung, welche den erhöhten Eisenbedarf eines Leistungssportlers problemlos decken könnte.

Auch wird häufig darüber debattiert, dass das Kreatin im Fleisch einen leistungssteigernden Effekt mit sich bringt. Zwar hat Kreatin die Eigenschaft, leistungsfördernd zu wirken, jedoch wird diese Substanz auch von der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse gebildet. Um bestimmte Leistungsaspekte zu verbessern, wäre die täglich notwendige Fleischzufuhr aber viel zu hoch. Daher kann dieser Aspekt hinsichtlich einer vegetarischen Ernährungsweise vernachlässigt werden.

Eine fleischlose Ernährung ist reich an Kohlenhydraten, was für Ausdauersportler wie Langläufer, Radsportler oder Schwimmer durchaus vorteilhaft ist, da hierdurch eine schnellere und bessere Auffüllung der Glykogenspeicher in der Muskulatur sowie in der Leber erfolgen kann.

Eine rein vegane Lebensweise sollte jedoch für den Leistungssport grundsätzlich abgelehnt werden. Hingegen erfüllt eine fleischlose Ernährungsweise, welche Ei- und Milchprodukte beinhaltet (Ovo-Lakto-Vegetarismus), in Verbindung mit einer vollwertigen und abwechslungsreichen Kost, allen Anforderungen einer sportlergerechten Ernährung.

Ich unterstütze Sportler gerne bei der Erstellung von Ernährungsplänen und greife hierzu auf das ernährungswissenschaftliche Wissen einer Ökotrophologin zurück. Wichtig ist mir für die von mir betreuten Sportler einem Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen sowie Proteinen entgegenzuwirken.