WARUM NÜCHTERN-TRAINING AB BESTIMMTEN UMFÄNGEN DER GESUNDHEIT SCHADET.

Training auf nüchternen Magen soll die Fettverbrennung optimieren und dadurch die Leistung verbessern und das Gewicht reduzieren. Es spricht nichts dagegen, morgens ohne Frühstück einen kurzen Lauf bis zu 45 min zu absolvieren. Bei längeren Trainingseinheiten ist Nüchtern-Training jedoch unsinnig und gefährlich. Aber warum ist das so?

Der Unsinn des Nüchtern-Traning
Warum Nüchtern-Training nicht sinnvoll ist und der Gesundheit schaden kann.
GRUND 1

Die Fettverbrennung funktioniert nur, wenn Kohlenhydrate (KH) zugegen sind!

Die entsprechenden biochemischen Vorgänge im Citrat-Cyclus sind lange bekannt und unstrittig, dafür wurde bereits 1953 der Nobelpreis an Hans Krebs verliehen.

Die notwendigen KH werden entweder aus den Speichern Leber und Muskeln bereitgestellt, direkt über die Nahrung aufgenommen oder sehr langsam aus Proteinen umgewandelt.

Durch Nüchtern-Training entleeren sich die Speicher, es muss also auf die Umwandlung aus Proteinen zurückgegriffen werden. Dieser Prozess ist so langsam, dass ein Training selbst im Grundlagenausdauerbereich nicht mehr möglich ist, also kein effektives Training stattfinden kann.

Ein Training unterhalb des GA-Bereichs verstößt gegen das Prinzip des wirksamen Trainingsreizes aus der allgemeinen Trainingslehre.

GRUND 2

Das Gehirn kann Energie nur aus Kohlenhydrate gewinnen.

Ein Kohlenhydratmangel verursacht u.a. Schwindelgefühle, Unwohlsein, Konzentrationsmängel und Trainingsunlust und hat eine erhöhte Verletzungsgefahr, erhöhte Sturzgefahr und eine technisch unsaubere Bewegungsdurchführung zur Folge. Daher ist es notwendig Kohlenhydrate aufzunehmen, die das Gehirn verarbeiten kann.

GRUND 3

Zur Umwandlung der Kohlenhydrate aus Proteinen werden u.a. Antikörper genutzt.

Proteine liefern pro Gramm die gleiche Energiemenge wie ein Gramm Kohlenhydrate. Im Gegensatz zu den Kohlenhydraten werden Proteine unter normalen Bedingungen im Alltag und im Training jedoch nicht zur Energiegewinnung herangezogen, sondern erfüllen andere Funktionen: Proteine bilden Enzyme, sind wichtige Bausteine für die Muskulatur (Aufbau und Regeneration beschädigter Muskeln) oder kommen in Knochen, Bändern und Sehnen vor.

Verfügt der Körper nicht über ausreichend Kohlenhydrate werden Proteine zur Energiegewinnung genutzt. Somit steigt die Infektanfälligkeit beim Sport. Zudem begünstigt dauerhafter Kohlenhydratmangel ein Übertrainings-Syndrom.
GRUND 4
Je höher die Belastung, um so mehr Fette werden verbrannt.

Fette verbrennen im Ofen der Kohlenhydrate. Das bedeutet das die Fettverbrennung ohne das Vorhandensein von Kohlenhydraten gar nicht effektiv ablaufen kann.

Der relative Anteil der Fettverbrennung sinkt zwar, aber bedingt durch den Anstieg des Energiebedarfs steigt die absolute Fettverbrennung. Im oberen Grundlagenbereich wird die Fettverbrennung also besser trainiert als im unteren Grundlagenbereich.
GRUND 5
Die Fettverbrennung ist nicht der letztlich entscheidende Faktor.

Im Langzeit-Ausdauersport entscheidet die lokale Muskelausdauer, und die wird beim Nüchtern-Training durch das zu niedrige Tempo nur unzureichend trainiert.

Quelle:

http://www.squeezy.de